Aktionen / Exkursionen

Elvira Drobinski-Weiss (MdB) war zu Gast
im Gemeinschaftskunde-Unterricht des Technischen Gymnasiums

Elvira Drobinski-Weiss Technischen Gymnasiums der Gewerblichen Schule Lahr

Politik hautnah: Elvira Drobinski-Weiss (vorne) war zu Gast im Gemeinschaftskunde-Unterricht des Technischen Gymnasiums der Gewerblichen Schule Lahr.
Johannes Kuppel (links) hatte für seine Klasse den Besuch organisiert.


Fraktionsdisziplin, Rechtsradikalismus, Sicherheit im Internet oder Stuttgart 21: Die Schülerinnen und Schüler der zwölften Klasse des Technischen Gymnasiums (TG) nutzten die Stunde mit der Bundestagsabgeordneten Elvira Drobinski-Weiss zum intensiven Austausch. Die SPD-Politikerin, die den Wahlkreis Offenburg im Bundestag vertritt, war Ende Januar in der Gewerblichen Schule Lahr im Gemeinschaftskundeunterricht der zwölften Klasse des TG-Profils Gestaltungs- und Medientechnik zu Gast, die sich ihren Besuch gewünscht hatte.

Elvira Drobinski-Weiss fand als gelernte Grund- und Hauptschullehrerin und ehemalige Rektorin der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Kollnau schnell Zugang zu den Schülerinnen und Schülern und hat das „politische Geschäft“ in Berlin schülergerecht erklärt. Wir fragten sie nach der Diskussion nach ihrem Eindruck zur Klasse, zum Stellenwert beruflicher Schulen und baten sie um Tipps für die Schul- und Ausbildungszeit.

Es heißt ja immer wieder, Schülerinnen und Schüler seien heute politisch desinteressiert. Wie ist denn die Diskussion in der Lahrer TG-Klasse gelaufen?

Ich war überrascht über die Ernsthaftigkeit der Fragen. Sehr schön war auch, dass zugehört wurde und alle in Ruhe aussprechen konnten. Und ganz besonders gefreut hat mich, dass sich vor allem die jungen Frauen intensiv eingebracht und engagiert gefragt und mitdiskutiert haben.

Inwieweit unterscheiden sich Ihre Erfahrungen bei Schulbesuchen an allgemein bildenden von solchen an beruflichen Schulen?

Ich bin sehr gerne an berufliche Schulen zu Gast, denn ich finde die große Bandbreite, die die vielen Schularten bieten, sehr reizvoll. Und die Schülerinnen und Schüler wissen vielfach schon in etwa, wo sie hinwollen. Ich stelle auch fest, dass Schülerinnen und Schüler der beruflichen Gymnasien oftmals schon lebenserfahrener sind als am allgemein bildenden Gymnasium.

Welche Rolle spielen die beruflichen Schulen für Sie?

Eine sehr wichtige. Ich finde es sehr gut, dass hier bereits berufliche Qualifikationen zusammen mit einem Schulabschluss, etwa der allgemeinen Hochschulreife, vermittelt werden. Ich war schon als Lehrerin begeistert, wie viele verschiedene Möglichkeiten sich meinen Schülerinnen und Schülern an beruflichen Schulen geboten haben. Das ist ein ganz tolles Spektrum, das sich ja in den letzten Jahren noch deutlich erweitert hat.

Welche Tipps möchten Sie den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben?

Unbedingt Fremdsprachen lernen, das finde ich ganz wichtig. Englisch ist inzwischen selbstverständlich, es sollte aber noch mindestens eine weitere Fremdsprache hinzu kommen. Ich beneide alle, die dank ihres Migrationshintergrunds mehrere Sprachen sprechen und schreiben können. Und ich rate dringend, doch auch mal einige Zeit ins Ausland zu gehen. Da sind die Deutschen viel zu zurückhaltend. Ein Auslandsaufenthalt ist eine ganz wertvolle Sache, die jungen Menschen kommen viel offener wieder zurück und empfinden danach auch eine größere Wertschätzung für ihr eigenes Land.

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Die zweite Klasse des Berufskollegs Grafik-Design machte sich am 21. Oktober 2011 auf den Weg nach Haßmersheim-Neckarmühlbach.
Das Ziel: die Greifvogelwarte der Burg Guttenberg. So wie es schon ihre Vorgängerklasse im Jahr 2010 getan hatte, übernachteten die Schülerinnen und Schüler in der Heuherberge und verbrachten zwei Tage damit, auf Klappstühlen sitzend und in warme Kleidung gepackt Eulen, Geier, Adler & Co zu zeichnen. Dabei entstanden eine Vielzahl an Skizzen und ausgearbeiteten Zeichnungen mit Kohlestiften, Rötel, Bleistiften und Fineliner.

Neben der intensiven Arbeit an den Tierstudien blieb auch genügend Zeit für ein gemeinsames Abendessen in der Burgschänke, für Spiele und Gespräche im gemütlichen Raum der Heuherberge und für das Schmökern in den mitgebrachten Zeichen- und Greifvogelbüchern. Ein besonderer Höhepunkt war die Flugvorführung, in welcher ein Falkner viel Interessantes über die Greifen und Eulen erzählte und sie dicht über die Köpfe der Zuschauer hinweg fliegen ließ.

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Mitte Oktober fand an der Gewerblichen Schule Lahr ein ganzer Tag zum Thema „Existenzgründung“ statt. Organisiert wurde diese interessante Veranstaltung, an der die vier Technikerklassen der Schule teilgenommen hatten vom Verein der Techniker e. V.

Ob Gründerzuschuss, Projekte vor Ort, Businessplan oder Förderkredite, die angehenden Technikerinnen und Techniker bekamen jede Menge Informationen zum Thema Selbstständigkeit aus erster Hand.
Es referierten Armin Göppert von der Volksbank Lahr zum Thema Businessplan und Förderkredite. Daniela Broß und Martin Metzger von der Agentur für Arbeit informierten über die Themen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und Gründung aus der Arbeitslosigkeit.

Von der IHK Südlicher Oberrhein kamen gleich zwei Referenten an die Gewerbliche Schule Lahr. Sebastian Wiekenberg sprach zum Thema „Innovation und Technologie“ und Thorsten Ziser informierte die angehenden Technikerinnen und Techniker zu rechtlichen Fragen rund um die Themen Gewerbeanmeldung, Handelsregister, Rechtsformen und Firmierung.

Abschließend referierte Frank Saier, der beim Starter-Center der Handwerkskammer Freiburg für die Betriebsberatung zuständig ist, über das Thema „Gründung im Handwerk“.

Armin Goeppert (Volksbank Lahr)

Armin Goeppert
(Volksbank Lahr)

Peter Schühly vom Verein der Techniker e. V., hat den Gründertag organisiert.

Peter Schühly
(Verein der Techniker e.V.)

Plenum

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Im Sommer 2011 besuchte unsere Eingangsklasse des Technischen Gymnasiums mit Profil Gestaltungs- und Medientechnik den Vitra Design Campus in Weil am Rhein.

Von Lahr aus fuhren wir gemeinsam mit dem Zug nach Weil und anschließend erreichten wir zu Fuß das Museum. Trotz leichtem Regen und kaltem Wind waren wir motiviert und gespannt.
Als erstes besichtigten wir eine außergewöhnliche Zeltkonstruktion des amerikanischen Architektens Richard Buckminster Fuller. Das Zelt ist so konstruiert, dass jeder Laut, den man von sich gibt, verstärkt wird und man diesen somit überall im Zelt hört. Dadurch braucht man kein Mikrofon für Ansprachen bei Festveranstaltungen, wofür man das Zelt auch mieten kann.

Nachdem uns verschiedene Möbel-Fabrikgebäude namhafter Architekten von außen vorgestellt wurden, gingen wir in das Feuerwehrhaus von Zaha Hadid.
Das Haus soll einem das Gefühl geben als wäre man auf einem Schiff. Daher ist alles „schräg eingerichtet“ – die Wände, die Möbel und der Fußboden verlaufen schräg. Alles ist asymmetrisch.
Das Highlight des Hauses ist jedoch die Treppe, die nur einseitig befestigt ist und somit bei jedem Schritt die Stufen etwas mitschwingen lässt. Auch von außen sieht das Haus fast wie ein Schiff aus.

Zum Schluss kam das Beste – das Vitra Haus der Basler Architekten Herzog & de Meuron. Das Vitra Haus ist das „Ikea für Megabonzen“. Viele schöne Möbel, hübsch eingerichtete Räume als Wohnzimmer oder Küche jedoch nicht zum Ottonormal-Verbraucher-Preis.
Die Designmöbel anzuschauen und auszuprobieren hat wahnsinnig Spaß gemacht. Wie zum Beispiel die Liege für das 15-Minuten-Powernap oder der Living Tower von Verner Panton, auf dem wir uns per Selbstauslöser fotografieren konnten.

Nach dem interessanten Museumstag ließen einige den Abend in Freiburg noch gemeinsam ausklingen.
(Katharina Deutscher und Bianca Hummel)

vitra kueche vitra sessel vitra feuerwehrhaus

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Einen Workshop der ganz besonderen Art erlebten die Schüler des Berufskollegs Grafik-Design der Gewerblichen Schule Lahr mit der Kalligrafie-Künstlerin Katharina Pieper. Zwei Tage lang beschäftigten sich die angehenden Designer des ersten und zweiten Ausbildungsjahrs mit der Fraktur, einer so genannten gebrochenen Schrift und übten in ausgedehnten Praxisphasen diese besondere Kunst unter fachkundiger Anleitung.

Mit Katharina Pieper, die ihr Wissen und Können seit 1988, an Hochschulen und in vielen Kursen weltweit an Design-Studenten weitergibt, konnte die Gewerbliche Schule Lahr eine renommierte Kursleiterin gewinnen. Katharina Pieper ist als Ausstellerin in renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, so etwa im Klingspor-Museum Offenbach, im Deutschen Buch- und Schriftmuseum Leipzig und in der Stiftung Akademie der Künste Berlin.

Die richtige Federhaltung und ein schönes Gleichmaß, aber auch Rhythmus und Kreativität sind notwendig zum Kalligrafieren dieser Schrift, die einige Zeit in Deutschland verpönt und sogar verboten war, doch heute wieder eine neue Renaissance erlebe, wie Katharina Pieper den Schülern im Theorie-Teil des Seminars erklärte.

„Der Workshop war ein voller Erfolg, es hat unseren Schülern sehr gut gefallen und sie haben die professionelle Arbeit von Katharina Pieper sehr geschätzt“, bilanziert Fachlehrerin Karin Kubitschek nach den beiden Seminartagen.

Fotos: Jo. Schwaemmle

kalligrafie

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In einem kleineren Rahmen fand der diesjährige Sporttag am vorletzten Schultag statt. Obwohl einige Klassen zu diesem Zeitpunkt die Schule bereits abgeschlossen hatten, waren immerhin noch über 200 Schülerinnen und Schüler aus 17 Klassen sportlich aktiv. Während die Wandergruppe 15 km zurücklegte, wurden im Tischtennis und Badminton die besten Schüler/Innen der Schule ermittelt. Im Badminton siegten Markus Meierhöfer und Daniel Fischer während im Tischtennis Alexander Beck den besten Schläger schwang.

Packende Spiele lieferten sich 13 Teams im Fußball. Auf 3 Spielfeldern wurden 40 Spiele absolviert. In einem spannenden Endspiel setzten sich am Ende die Drucker (D1DR I) knapp gegen die Elektrotechniker (E3EGT) durch und konnten damit den Turniersieg bejubeln. Auf der schönen Beachvolleyball-Anlage des Schlachthofs kam bei fast 50 Spieler/innen bereits Ferienstimmung auf. Die Teams lieferten sich schöne und spannende Spiele. Als bestes Team setzte sich die TGT11 durch. Fast schon Schulfeststimmung kam bei der anschließenden Siegerehrung auf dem Schulhof auf. Bei von Ihren Lehrern gegrillten Würsten und kühlen Getränken ließen die Schüler/Innen den Sporttag gemütlich ausklingen.

Die SMV bedankt sich bei allen mitwirkenden Kolleginnen und Kollegen für die Unterstützung und bei den Schülerinnen und Schüler für die fairen Wettkämpfe. Ein herzliches Dankeschön gilt auch der Sparkasse Lahr für zwei Gutscheine und der Volksbank Lahr für Sachpreise, die die siegreichen Teams in Empfang nehmen durften.

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Freitagmorgen, 7.45 Uhr. 17 Schülerinnen und Schüler des BKGD2 , Frau Evers, Frau Schüssele, Frau Brück und Herr Schwämmle warten gespannt auf den Beginn der Zeichenexkursion zur Deutschen Greifenwarte in Haßmersheim.

Nach einer letzten organisatorischen Besprechung müssen wir die übrigen sechs Schüler/innen, die aus diversen Gründen leider nicht mitkommen können, mit ausgestopften Vögeln zurücklassen und machen uns mit Privatautos auf den Weg nach Haßmersheim.
Gut zwei Stunden später: Alle haben den Weg gefunden, und wir treffen zum ersten Mal auf unsere Unterkunft für die kommenden zwei Tage: die mittelalterliche Heuherberge. Erster Gedanke der meisten: "Wie um Himmels Willen sollen wir bloß die Nacht überleben, ohne zu erfrieren?" Ja, es ist kalt. Das Heulager befindet sich direkt unter dem Dach, und wer noch nie blanke Ziegel von unten gesehen hat, hat nun die Gelegenheit dazu.
Nach dem ersten Beschnuppern der Herberge stärken wir uns zunächst gemeinsam mit heißem Tee und mitgebrachtem Kuchen, dann geht's auch schon rauf zur Burg und zu den heißersehnten Greifvögeln.

Voller Tatendrang, unsere beiden Hauptaufgaben - das Zeichnen und Fotografieren der Vögel - zu erledigen, beginnen wir, unsere Zeichenobjekte zu erkunden. Beste Gelegenheit hierzu bietet die Flugshow. Hier sehen wir den Vögeln nicht nur beim Fliegen zu, sondern wir lernen auch ihre Charaktere kennen. Da gibt es zum Beispiel den Adler Lorbas, der Tiefflieger, oder Muth, die etwas eigenwillige Geierdame. Ludac, der Adler, der neun von zehn Küken im Flug fängt, und Barbarossa, der Bartgeier mit den stechend roten Augen, der eigentlich ganz schüchtern ist. Es gibt wahre Meister des lautlosen Fliegens, wie zum Beispiel Uhudame Oskarline, aber auch regelrecht flugfaule wie die Geier-Kompanie, die nach einem Ausflug ins Dorf lieber zu Fuß nach Hause kommt und dabei John Waynes größte Konkurrenz darstellt, was die Gangart betrifft. Und dann gibt es da natürlich noch den aufgeweckten Schopfkarakara Sancho, in den wir uns alle Hals über Kopf verliebt haben.
Nach der spannenden Flugshow, bei der wir die Vögel im wahrsten Sinne des Wortes hautnah erleben konnten, machen wir uns, bewaffnet mit Hocker, Skizzenblock, Blei-, Graphit-Aquarell-, Rötelstiften, oder was immer wir so bevorzugen, wieder auf zu unseren neuen Lieblingen.
Das Zeichnen stellt zunächst allerdings eine ganz schön große Herausforderung dar. Wie soll man bloß einen Vogel aufs Papier bannen, der sich ständig bewegt?! Wir beschließen zu kämpfen und stellen uns der Herausforderung.

Doch zunächst heißt es Aufwärmen in der Burgschenke, und dann wird es auch schon dunkel. Nach einem gemeinsamen Abendessen gehen wir zurück in die Heuherberge und verbringen den restlichen Abend mit einer Erkundung der Umgebung bei Nacht, bzw. die Verfrorenen im Aufenthaltsraum mit Ratespielen mit den Lehrern. Irgendwann ist es dann auch schon spät und wir beschließen, uns in die Eishöhle Heulager zu begeben. Oh, wie wir die Lehrer und Allergiker, die in richtigen Betten in warmen Kammern schlafen dürfen, beneiden! Aber uns kann die Kälte nichts anhaben. Ausgestattet mit zwei Paar Hosen, mehreren Paar Socken, zwei Pullis, zwei Jacken, Mütze, Schal und Schlafsack, überstehen wir die eiskalte Nacht und besuchen am nächsten Morgen pünktlich wieder unsere neuen Freunde, die Greifvögel.
Das Skizzieren klappt jetzt schon viel beser, wir kennen inzwischen die Eigenheiten der einzelnen Vögel, wissen, wer wie tickt, wer gerne stillsitzt und wer lieber eine Show abzieht. Irgendwann fangen wir sogar an, uns mit ihnen zu unterhalten - uns sie scheinen zu antworten! Nein, wir sind nicht verrückt, aber wenn man die Tiere zwei Tage lang so intensiv beobachtet, muss man einfach eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Und so manch ein Vogel scheint auch eine Beziehung zu uns aufgebaut zu haben.

Umso schwerer fällt es uns am Samstag Nachmittag, wieder zurück nach Hause zu fahren. Es war zwar insgesamt sehr kalt, doch wir wären trotzdem alle gerne länger geblieben, um unsere Skizzen noch mehr weiterzuentwickeln und die Charakterzüge dieser facettenreichen Vögel einzufangen. (Melanie, Schülerin der 3BKGD2)

schueler bei greifenwarte

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