Berufskolleg Grafik-Design

Sie interessieren sich für Design, sind künstlerisch begabt und wollen in drei Jahren Vollzeitunterricht eine vollwertige Berufsausbildung zum/zur staatlich geprüften Grafik-Designer/in absolvieren?

Dann sind Sie bei unserem Berufskolleg Grafik-Design genau richtig. Ob Typografie, Fotodesign, Werbelehre oder Freies Zeichnen, die Ausbildung qualifiziert Sie für eine anspruchsvolle Tätigkeit in Werbeagenturen oder auch Designabteilungen von Industriebetrieben.

Ausbildung

Die kostenfreie Ausbildung zum staatlich geprüften Grafik-Designer / zur staatlich geprüften Grafik-Designerin an der Gewerblichen Schule Lahr ist eine dreijährige Vollzeitausbildung, die viele Praxiselemente enthält. Es besteht die Möglichkeit, durch die Teilnahme an Zusatzunterricht in Mathematik II und Englisch II und das Bestehen der Zusatzprüfung die Fachhochschulreife zu erwerben.

Das Berufskolleg Grafik-Design verfügt über eine hervorragende technische und personelle Ausstattung. Sie werden an modernsten Mac-Rechnern ausgebildet, für jede Schülerin und jeden Schüler steht für den fachpraktischen Unterricht jeweils ein Rechner zur Verfügung. Das Kollegium besteht aus erfahrenen Lehrkräften, die teilweise auch über Erfahrung in der Industrie bzw. in der Werbung verfügen.

Mit zur Ausbildung gehört auch ein fünf-wöchiges Betriebspraktikum.

Stundentafel

In rund 34 Wochenstunden erwartet Sie ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Ausbildungsprogramm, das von einem engagierten und berufserfahrenen Team gestaltet wird. Hier finden Sie die Stundentafeln für die drei Ausbildungsjahre:

Schwerpunkte der Ausbildung

Wichtig ist die Entwicklung, Förderung und Ausbildung der Kreativität im Bereich visuelle Gestaltung zur Qualifizierung in der Werbe- und Medienbranche. Dabei stellt die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten zur Umsetzung gestalterischer Aufgaben eine wesentliche Herausforderung dar.

Der/die Grafik-Designer/in wird also kreativ, handwerklich-technisch, sowie unter Anwendung manueller, fotografischer und computertechnischer Gestaltungsmittel (Multimedia) ausgebildet. Hierbei werden sowohl technologische als auch ökonomische Gesichtspunkte in Planung, Gestaltung und Ausführung einbezogen.

Fächer

Während der dreijährigen Ausbildung erwarten Sie verschiedenste fachbezogene Fächer. Im Folgenden finden Sie eine Aufstellung der einzelnen Fachbereiche mit den entsprechenden Inhalten.

Grafik-Design
Grundlagen der Gestaltung, räumliches Zeichnen, Farbkomposition, Illustrationstechniken, 2- und 3-dimensionales Gestalten, konzeptionelles Gestalten, neue Medien, Entwicklung und Realisation gestalterischer Konzeptionen in Projekten.

Fotodesign
Grundlagen der Fotografie, Gestaltungsanalyse, Bildbeeinflussung mit der Kamera und im Labor und mit elektronischen Mitteln.

Typografie
Schriftgeschichte, typografische Mittel und Gestaltungselemente, typografisches Skizzieren, typografische Ordnungsprinzipien, typografisches Erscheinungsbild, Konzeption.

Schriftgrafik
Kalligrafie und Entwurf eigener Schriftzüge, Schriftmodifikation.

Medientechnik
Computergrundbildung für Print- und Nonprintmedien, Software- und Hardwareschulung, Druckverfahren und Druckformherstellung, interaktive Anwendungen, Druckweiterverarbeitung, Bedruckstoffe, Produktionsablauf, Cross-Media-Produktion.

Freies Zeichnen
Kubisches Zeichnen, Stillleben, Architektur, Naturstudien, Tierzeichnen, Akt- und Figürliches Zeichnen, Illustration.

Werbelehre und Werbetext
Werbung als Teil der Marktkommunikation, Marketing, Media und Text, Visual und Text, Zielplanung, Werbepsychologie, Medienanalyse, Wettbewerbsrecht, Copy-Strategie, Werbemittelgestaltung.

Ausbildungskosten

Für den Schulbesuch müssen Sie kein Schulgeld bezahlen. Allerdings müssen Sie mit beträchtlichen Material- und Gerätekosten rechnen.

Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen für öffentliche Schulen wird Lernmittelfreiheit und Fahrtkostenzuschuss gewährt

So bewerben Sie sich

Die Voraussetzungen

Sie bringen einen Realschulabschluss oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand mit. Ausländische Bewerber müssen ausreichende deutsche Sprachkenntnisse haben. Sie legen eine Bewerbungsmappe mit selbst angefertigten Gestaltungsarbeiten vor. Außerdem müssen Sie unsere Aufnahmeprüfung bestehen.

neu: Zentrale online Anmeldung

Die Anmeldung zum Berufskolleg Grafikdesign ist für das kommende Schuljahr zentral organisiert.

Bitte beachten Sie unsere 
Informationen zum online Anmeldeverfahren

Wenn Sie sich für das Berufskolleg Grafikdesign beworben haben (auch wenn es nur in zweiter, dritter oder vierter Priorität war), dann gilt für Sie zusätzlich dieser Zeitplan. Bitte denken Sie daran, dass Sie die Aufnahmeprüfung bestehen müssen, um einen Platz im Berufskolleg Grafikdesign zu erhalten.

Zeitplan

  • bis spätestens 01.03.2017 
    Abgabe der Unterlagen plus Bewerbungsmappe mit mindestens 10 Originalarbeiten
  • Die Unterlagen werden in der Schule gesichtet und benotet
  • am 24.03.2017 
    werden die Einladungen zur Aufnahmeprüfung verschickt
  • am 01.04.2017
    Aufnahmeprüfung in der Außenstelle Martin-Luther-Str. 24
  • bis 28.04.2017
    vorläufige Zusage oder Absage
  • bis spätestens 17.07.2016
    Eingang des Abschlusszeugnisses bei der Gewerblichen Schule Lahr
  • am 24.07.2017 um 14 Uhr
    Aufnahme durch die Schule, persönliche Anwesenheit erforderlich 
    Treffpunkt: wird bekanntgegeben

Falls Sie das Berufskolleg Grafikdesign nur in zweiter/ dritter/ vierter Priorität genannt haben, so müssen Sie zusätzlich zur Erstbewerbung Ihre Bewerbungsunterlagen und die Bewerbungsmappe in der Gewerblichen Schule in Lahr abgeben.

Unterlagen für die Anmeldung:

  • Einen Lebenslauf in tabellarischer Form mit Angaben über den bisherigen Bildungsweg sowie ein Lichtbild.
  • Eine beglaubigte Zeugnisabschrift des mittleren Bildungsabschlusses.
  • Sofern der Nachweis des mittleren Bildungsabschlusses zum Anmeldetermin noch nicht vorgelegt werden kann, ist er unverzüglich nachzureichen; dem Aufnahmeantrag ist in diesem Fall eine beglaubigte Abschrift des letzten Schulzeugnisses beizufügen.
  • Ihre Bewerbungsmappe

Die Bewerbungsmappe

Die vorzulegende Mappe muss mindestens zehn und höchsten 20 eigenständige und selbst gefertigte, möglichst unabhängig vom Schulunterricht entstandene Gestaltungsarbeiten jüngeren Datums enthalten. Schularbeiten sind als solche zu kennzeichnen.

Die Arbeiten sollen nach Themen und Technik verschiedenartig sein. Möglich sind auch Skizzen und flüchtige Zeichnungen, wenn sie als Vorarbeiten zu größeren Gestaltungsarbeiten dienen. Die Arbeiten dürfen nicht von Fotos oder Reproduktionen abgezeichnet sein, sondern sollen am Naturvorbild oder an der eigenen bildhaften Vorstellung orientiert sein.

Die Bewerbungsarbeiten sollten möglichst viele Darstellungstechniken (Bleistift, Kohle, Aquarell, Tempera, Collagen, Tusche, Acrylfarben) sowie gezeichnete und geschriebene Schriftblätter enthalten. Weitere mögliche Gestaltungsarbeiten können Fotografien oder Ausdrucke am Rechner sein (keine digitalen Daten). In thematischer Hinsicht werden Arbeiten mit räumlichen Sachdarstellungen (Geräte, Gebrauchsgegenstände, Gebäude, Pflanzen, Stillleben) und figürliche Darstellungen (Figuren, Bewegungsstudien) erwartet. Jede einzelne Gestaltungsarbeit muss sorgfältig auf Karton bis maximal zum Format DIN A2 aufgezogen sein. Jeder einzelne Kartonbogen ist in Druckschrift mit Name, Vorname und Entstehungsjahr zu kennzeichnen. Alle auf einheitliches Format aufgezogenen Arbeiten werden in einer stabilen Zeichenmappe vorgelegt. Die Arbeiten dürfen nicht gerollt sein. Auf der Vorderseite ist die Mappe in Druckschrift mit Name, Vorname sowie vollständiger Anschrift mit Telefonnummer der Bewerber/innen und Angabe der in der Mappe enthaltenen Bogen zu beschriften.

Die Aufnahmeprüfung

In der Aufnahmeprüfung sollen die Bewerber/innen ihre besonderen Begabungen und Fähigkeiten für die berufsbezogenen Fächer der Ausbildung nachweisen. Die Prüfung erstreckt sich auf die Bewertung einer Bewerbungsmappe und auf die Bewertung von zwei Prüfungsarbeiten. In der Aufnahmeprüfung sind an der Gewerblichen Schule Lahr unter Aufsicht in einer Gesamtarbeitszeit von 180 Minuten zwei verschiedene Gestaltungsarbeiten nach Festlegung des Prüfungsausschusses anzufertigen.

Interview mit der Jahrgangsbesten 2012, Melanie Kurz

Melanie Kurz hat an der Gewerblichen Schule Lahr von 2009 bis 2012 das Berufskolleg Grafik-Design absolviert und mit dem Traumschnitt von 1,0 abgeschlossen. Seit Oktober studiert die 23-Jährige aus Kippenheim in Furtwangen Medieninformatik.

Wir sprachen mit ihr über ihre Erfahrungen am „BKGD“, das am Samstag, 10. November, zum Infotag in die Martin-Luther-Straße 24 lädt.

Was haben Sie denn vor Ihrer Zeit am Berufskolleg Grafik-Design gemacht?
2008 habe ich am Clara-Schumann-Gymnasium hier in Lahr mein Abitur gemacht und danach fünf Monate in Irland in einem Hotel gearbeitet, um meine Englischkenntnisse auszubauen. Außerdem wollte ich Land, Leute und Kultur kennenlernen.

Wie sind Sie zu der Entscheidung gekommen, beruflich etwas im Medienbereich zu machen?
Während meiner Schulzeit hatte ich die BOGY-Woche als Mediengestalterin absolviert und kurz vor Schulbeginn des BKGD habe ich noch ein Praktikum in der Druckvorstufe einer Druckerei gemacht. 

Und wie sind Sie auf das Berufskolleg Grafik-Design der Gewerblichen Schule Lahr aufmerksam geworden?
Ich habe mir die Schule an einem Infotag angeschaut, wie er jetzt am 10. November wieder angeboten wird. Da bekommt man einen guten Überblick über die Ausbildungsinhalte und kann sich individuell beraten lassen.

Sie haben die Ausbildung im Juli 2012 ja mit einem Schnitt von 1,0 abgeschlossen. War die Schulzeit für Sie denn sehr stressig oder hat es auch Spaß gemacht?
Nein, stressig fand ich die Schulzeit eigentlich überhaupt nicht. Klar, ab und zu hat man ziemlich viel um die Ohren, aber mir hat das eigentlich immer Spaß gemacht. Und wenn einem was Spaß macht, geht doch alles leichter von der Hand, oder?

Was waren denn die Highlights der dreijährigen Schulzeit?
Da gibt es viele! Besonders gern erinnere ich mich an die größeren Projekte und Exkursionen. Die Zeichen- und Fotoexkursion zur Greifenwarte zum Beispiel, und natürlich die Fotoexkursion nach Amsterdam. Aber auch das Videoprojekt, an dem wir zum Teil bis abends und auch an einem Wochenende gearbeitet haben, fand ich echt super. Besonders, als wir den Film dann sogar auf Kinoleinwand beim Schülerfilmforum anschauen durften.
Ganz toll fand ich auch das fünfwöchige Betriebspraktikum in der Werbeagentur in Karlsruhe.

Wem könnten Sie diese Ausbildung empfehlen?
Man sollte Spaß an Gestaltung mitbringen, gerne zeichnen und skizzieren, sich aber auch bewusst sein, dass letztendlich das meiste am Rechner abläuft. Außerdem ist es gut, wenn man sich in andere Menschen und Denkweisen hineinversetzen und diese auch verstehen kann. Die Hauptsache ist aber, dass man sich für eine Sache begeistern können muss.

Wie ging es denn direkt nach der Ausbildung für Sie weiter?
Seit Oktober studiere ich in Furtwangen Medieninformatik. Die Zeit bis zum Studienbeginn habe ich mit Jobben verbracht. Außerdem habe ich immer wieder kleinere Grafikdesign-Aufträge, die über ein freiwilliges Projekt in der Schule entstanden sind.

Wenn Sie jetzt auf die Ausbildung am Berufskolleg Grafik-Design zurückblicken. Würden Sie sie wieder wählen und haben Ihnen die drei Jahre für Ihr Studium etwas gebracht?
Ja, ich würde die Ausbildung jederzeit wieder machen. Man lernt hier einfach alles von Grund auf, sowohl die Theorie als auch das handwerkliche Können wie Skizzieren und natürlich den Umgang mit den ganzen Programmen am Rechner. 
Beim Studium merke ich besonders in den Fächern Mediengestaltung, Medientechnik und Videotechnik, dass ich durch die Grafikdesignausbildung schon ein gutes Vorwissen habe. Das ist auf jeden Fall ein Vorteil.